Zeichnung von vielen Menschen. Einer hält ein Schild hoch: "Less Stuff"
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Weihnachten: Der große Konsum-Rausch

Es ist Vorweihnachtszeit. Es ist genau die Zeit im Jahr, in der sich so ziemlich jeder fragt, welche Geschenke man wem zu Weihnachten schenken könnte. Wer gut davor ist, hat sogar bereits die ersten Gaben besorgt oder zumindest schon eine Geschenkidee-Übersicht erstellt. Wer noch lange nicht so weit ist, beginnt mit jedem Tag, den sich das Fest der Liebe nähert, immer mehr in Stress zu geraten. Freuen tut sich auf jeden Fall der Handel, der nämlich gnadenlos vom Konsum zu Weihnachten profitiert.

Geschenke zu Weihnachten

Grundsätzlich habe ich gar nichts dagegen, sich gegenseitig mit Geschenken zu erfreuen. Ich mag die positive Gespanntheit zur Bescherung – vor allem aber, weil ich mich immer auf und über die Reaktionen der von mir Beschenkten freue.

Über was wir uns in dieser Zeit aber häufig keine Gedanken machen, sind die Folgen, die Ausmaße dieses bloßen Konsums. Ein Konsum der meist alles andere als nachhaltig ist. Dieses Thema ist immer wichtig. Aber gerade jetzt in der Weihnachtszeit möchten wir an einen Film erinnern, der vor ca. 11 Jahren entstanden ist. Leider hat er überhaupt nicht an Aktualität verloren.

The Story of Stuff

Die Amerikanerin Annie Leonard setzt sich seit vielen Jahren aktiv für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein. Sie hat mit diesem Film über den Lebenszyklus von Waren und ihre Auswirkungen auf Mensch und Natur eine richtige Community erwachsen lassen: The Story of Stuff Project.
Das Projekt macht durch Videos und Aktionen auf unterschiedlichste Probleme aufmerksam, erarbeitet Unterrichtsmaterialien für Lehrer*innen und vieles mehr.

Utopia hat diesen Film, der den Namen des Projektes geprägt hat, vor einigen Jahren ins Deutsche übersetzt. Vielleicht erkennt ihr die prominente Stimme, die über dem englischen Original liegt.  😉

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Der Film „The Story of Stuff“ präsentiert uns leicht verständlich die Zusammenhänge und Ungleichgewichte unseres Wirtschaftssystems. Außerdem zeigt er die furchtbaren Folgen unseres Konsums auf. Er macht mehr als deutlich, dass wir Konsumenten, aber insbesondere auch der Welthandel, dringend grundlegend etwas ändern müssen. Leider ist das bisher nämlich nicht passiert. Der Handlungsbedarf wird immer größer. Statt in die richtige Richtung zu agieren, wird die Konsum-Schraube immer weiter und immer fester gedreht, bis diese schließlich an Halt verliert und damit alles kaputt geht – nach fest kommt bekanntlich locker. Am Ende bezahlen wir dann alle für diesen blödsinnigen, zerstörerischen Lebenswandel. Und gerade jetzt, zu Weihnachten, erlangt dieser leider wieder seinen Höchststand.

Persönliche Konsequenz

Nachdem ich diesen Film wieder gesehen habe, werde ich mich an diesem Weihnachten noch bewusster für nachhaltige Geschenke entscheiden. Für Mamas, Papas und alle anderen nahestehenden Verwandten und Freunde gilt doch: Sie alle mögen sicherlich viel lieber etwas mit Liebe Selbstgemachtes oder einfach gemeinsame Zeit. Ein Gutschein für schöne Augenblicke miteinander, wie z. B. eine Einladung zum Kaffeetrinken, ein Konzertbesuch, ein kleines Wellnesswochenende (kostengünstig in den eigenen vier Wänden) oder eine ähnliche gemeinsame Unternehmung, würde sogar beiden Spaß bringen. Das ist doch viel schöner, als immer nur Zeug zu verschenken, das unter schlimmen Voraussetzungen entstanden ist, bei dem Beschenkten vielleicht nur rum steht und womöglich recht schnell wieder entsorgt wird.


Urheber- und Rechteangaben:

Beitragsbild:

©the story of stuff project [CC BY-NC-ND 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de)] – www.storyofstuff.org

Video:

Story of Stuff – German from Utopia.de on Vimeo.

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