Gedanken

Lasst uns auf die Reise gehen…

Ich bin von Haus aus ein unheimlich positiv gestimmter, optimistischer Mensch. Trotzdem packt mich immer häufiger der Frust. Ich zeige Unverständnis über das, was auf unserem Planeten alles so schief läuft, vor allem in Hinblick auf das Klima und die Umwelt. Ich bin erschrocken über die unglaubliche Dummheit der Gattung Mensch, die sich mit Anlauf und voll Karacho ins eigene Verderben stürzt. Natur, nein danke!?

Nicole Grieve über das Klima und die Umwelt

Dann keimt immer wieder Hoffnung auf. Immer dann, wenn ich im Reallife und im Netz auf Menschen stoße, die tolle Ideen haben, die neue Voraussetzungen schaffen, um die Umwelt zu schützen, die andere Leute zum Umdenken bewegen. Aber all das reicht bei weitem noch nicht. Leider spreche ich hier nur von einzelnen Personen, die mir in meiner Filterblase begegnen. Ich fürchte, es ist noch eine verschwindend kleine Minderheit, die sich so verhält, sonst würde es um Klima und Umwelt doch ganz anders stehen.

Schlagzeilen über gekippte Klimaziele, eine schlechter werdende Luftqualität, einen Regenwald, der bald Geschichte zu werden droht, die Plastik-Flut in den Meeren und eine immer rasanter ansteigende Erderwärmung geben sich die sprichwörtliche Klinke in die Hand.

Klimawandel – ein Vorgeschmack?

Erst diesen Sommer durften wir einen ganz kleinen Vorgeschmack bekommen, wie es bald werden könnte. Und was passierte? Größtenteils wurde er gefeiert!? Statt zu erkennen, dass Dürre Trinkwasser- und Essensknappheit zur Folge hat, liegt der ignorante Mensch mit Sonnenschirm am Strand. Solange die Supermarktregale voll sind und das Wetter gefällt, wird den „Klima-Fatalisten“ Lügen oder zumindest Panikmache unterstellt. Ein Jahrhundert-Sommer wird bejubelt.

Veränderung fällt schwer…

Natürlich ist es so auch einfacher für jeden von uns, weil wir die Angst dann leichter beiseite schieben können. So verlangt es nicht, dass wir den eigenen Lebensstil überdenken, gar verändern müssen – und das womöglich zulasten der Bequemlichkeit und unseres Luxus. Natürlich geht es auch mir immer wieder so. Dabei versuche ich wirklich, es irgendwie richtig zu machen. Ich mag es auch, chic und modisch auszusehen. Ich finde es toll, das neue Apple-Produkt voller Vorfreude aus der schön gestalten Verpackung zu schälen. Und ich liebe es, Auto zu fahren.

Aber mir sind das Klima und die Umwelt wirklich unglaublich wichtig. Daher versuche ich den Spagat – immer wieder ein Stück weiter runter: Klamotten tausche und repariere ich. Wenn es doch mal sein muss, achte ich darauf, fair und ökologisch einzukaufen. Elektroartikel lege ich mir meist gebraucht zu (und spare dabei gleichzeitig noch Geld). Generell versuche ich meinen Konsum immer weiter runter zu schrauben. Und das Auto, das ich so gerne fahre, besitze ich gar nicht erst. Es ist eine tägliche Herausforderung, neue Wege und Möglichkeiten zu suchen, die aber jede Menge Spaß bringt, wenn Du Dich erstmal drauf einlässt.

Das Klima und die Umwelt – dahin soll die Reise gehen

Über die eigenen Wege raus aus dem bloßen Konsum hin zu einem Leben „im Einklang“ mit der Natur möchte ich hier schreiben. Aber auch Rückschläge, meine Gedanken und Fragen werde ich hier thematisieren. Ich möchte mich austauschen, suche gegenseitige Inspiration. Ich mache Fehler, produziere zum Beispiel noch immer zu viel Müll (obwohl ich da schon sehr gute Fortschritte gemacht habe) und werde bei neuen technischen Produkten immer wieder schwach. Aber ich möchte daran arbeiten, aufstehen und aktiv werden…
… und andere Menschen auf diese Reise mitnehmen. 🙂

2 Kommentare

  • Birgit

    Liebe Nicole,
    wow, dass du neben Kind, Arbeit, Studium, … noch Zeit findest ein neues Projekt anzugehen, verdient allerhöchsten Respekt. Ich finde euer Engagement (Holger soll ja nicht totgeschwiegen werden) total Klasse, und bin auf die nächsten Beiträge sehr gespannt. Zumal ich seit einiger Zeit mich zumindest gedanklich damit beschäftige.

    Einen ersten (Mini-)Schritt habe ich gemacht, in dem ich Wasser jetzt wieder in Glasflaschen kaufe, und entsprechend Kisten schleppen muss. Ist ja auch gut für die Fitness – zumindest, wenn man die Dinger rückenschonend schleppt.

    Dieser Schritt wurde dann auch sogleich von meiner Tochter sehr positiv aufgenommen, die sich mit ihren 22 Jahren wohl zeitgleich angefangen hatte, sich Gedanken zu machen (Tochter, wir müssen mehr reden).

    Ich bin sehr gespannt auf eure persönlichen Erfahrungen und wünsche euch ganz viel Erfolg.

    LG Birgit

    • Nicole Grieve

      Liebe Birgit, vielen Dank für die schönen Worte! ❤️
      Ja, das mit der Zeit ist so eine Sache, das kennst Du ja bestimmt nur zu gut. Aber das Thema ist uns einfach so unglaublich wichtig, dass es nicht mehr warten konnte.

      Ich finde es super, dass Du bei den Getränken auf Glas umgestiegen bist und hoffe, dass Ihr Euch durch den Austausch auch in anderen Dingen gegenseitig so positiv inspiriert.
      LG Nicole

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